Auf der Suche

Irgendwie ist es schon seltsam. All die Jahre war ich heiß direkt nach der Zanderschonzeit an meinem Hausgewässer den Main meine Spots abzuklappern und mich meinen heiß geliebten Zandern zu widmen. Doch dieses Jahr ist alles anders. Der Spirit ist mit der neuen Zielsetzung für 2018 die dicken Hechtmuttis zu überlisten verloren gegangen und der Drang nach den so berühmt berüchtigten Tock fehlt.

Ein guter 60iger

Nicht desto trotz habe ich das Angebot erhalten das neue Format für Fox Rage TV, die „Mission Impossible“ Reihe, zu stemmen. Die Mission Impossible soll ein Webformat werden bei dem Ihr als Zuschauer mir online Aufgaben stellen dürft die ich an den unterschiedlichsten Gewässern zu bewältigen habe. Die Pilotfolge soll sich mit dem Thema Zander befassen.

Nun gut, das sollte doch eigentlich machbar sein. So hieß es für mich zurück an mein Hausgewässer und mit aller Frische den Stachelrittern auf den Zahn fühlen. Leider war dies leichter gesagt als getan. Recht schnell wurde mir bewusst wie ungewöhnlich klar das Wasser dieses Jahr ist, aber da machte ich mir noch nicht all zu viele Gedanken und setzte deshalb auf sehr natürliche aktive Köder wie den ZanderPro. Da im Main der Grundelbestand die letzten Jahre extrem explodiert war, sind für mich dezente dunkle Farben wie Brownie, Arkansas Shiner, Motoroil oder auch der Dauerbrenner Hot Olive und Salt N Pepper die erste Wahl. Aufgrund der langen Lichtphase sind für mich Kontrastfarben hoch im Kurs, aber ich musste recht schnell einsehen das all meine Spots am Tage nicht funktionierten. Ein sehr bizarres und bisher erstmaliges Ereignis in all den Jahren am Main. Eine wahre neue Herausforderung die ich nun zu stemmen hatte.

Ein satter Flusszander aus der Mittagsssonne

Umso mehr packte mich so langsam wieder der Ehrgeiz den Stachelrittern auf den Zahn zu fühlen, doch all meine Bemühungen waren nur bedingt von Erfolg gekrönt. Mit Kumpel Basti konnte ich nach fast einer Woche Suche den ersten besseren Zander überlisten, aber für einen Videodreh einfach zu wenig. Wo sollte das nur hinführen?
Ich versuchte es aggressiv gejiggt, gefaulenzt, geschleift, große und kleine, aktive und passive Köder, aber der stetige Erfolg blieb einfach aus. Ab und an fand ein in meinen Augen „Zufallsabnehmer“ meinen Köder und so konnte ich zwei gute 60iger und einen 70iger Zander am aktiv gejiggten ZanderPro überlisten. Eine recht frustrierende Situation die ich in all meinen Jahren am Main so noch nie vorgefunden hatte. Durch befreundete Angler wusste ich jedoch, dass die Zander in den frühen Morgenstunden als auch in der Nacht aktiv waren. Für mich jedoch ein No-Go und für den Videodreh zeitlich und technisch eher ungeeignet.

Aus diesem Grund musste ich leider die Mission schweren Herzens abgeben, aber mit Fox Rage Frontmann Pierre Johnen einen mehr als besseren Ersatz gefunden. Seit gespannt welchen Herausforderungen Pierre sich stellen muss.

 

Tight Lines Euer Herminator

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