Bootsangeln – Auf zu neuen Ufern

Für viele ist es eine klare Sache: „Vom Boot kann ja jeder dicke Fische fangen, aber stimmt das wirklich?“ Ist es nicht vielmehr eine Frage an welchem Gewässer man beheimatet ist und an der Häufigkeit man das Wasser aufsucht um fischen zu gehen? Ich selbst bin ein eingefleischter Uferangler und kann mich ganz ehrlich nicht über meine Fänge über all die Jahre hinweg beschweren.

Schleppangeln in alter Manier
Schleppangeln in alter Manier

Einige Meterfische konnte ich an meinen Hausgewässern vom Ufer aus bereits landen und nahezu jährlich kommt mindestens ein kapitaler Zander zum Vorschein.

Da ich mich jedoch in meinem Streben nach neuem Wissen stets weiter bilden will und mir die Möglichkeit mit Hilfe eines guten Freundes gegeben wurde, ist das Bootsangeln seit letztem Jahr eine spannende Abwechslung zum Uferfischen geworden.

Vergleicht man das Angeln vom Boot mit der Uferangelei muss ich feststellen, das einem auf dem Boot eine Vielzahl von Möglichkeiten offen stehen Raubfische zu beangeln. Sei es vom primitiven raushängen von Wobblern bis hin zum modernen Schleppangeln (Rudern oder Motor),

Ein Echolot zur Orientierung.
Ein Echolot zur Orientierung.

Wurfangeln mit Kleinst- und Großködern (Drop Shot, Jiggen, Jerken etc.), Vertikal- oder ganz und gar der Vertikal Pelagischen Angelei mit höchst moderner Technik. Man kann sich somit dem kompletten Spektrum der Raubfisch- und Kunstköderangelei bedienen was aber auch wie ich finde das Ganze nicht viel einfacher gestaltet. Man hat die Qual der Wahl mit all den Möglichkeiten.

Fest steht, man braucht ein Boot mit der nötigen Ausstattung für die jeweilig bevorzugte Angelart. Ob man nun sein Boot mit reiner Muskelkraft, wie beispielsweise zum ursprünglichen Schleppangeln, oder mit moderner Technik wie E-Motor oder Benziner voran treibt ist jedem selbst überlassen.

Um Wassertiefen, Kanten, Fischschwärme oder auch einzelne kapitale Räuber ausfindig zu machen ist für mich das Echolot Voraussetzung Nummer 1. Ohne Echolot wäre ich aufgeschmissen. Dabei kommt es nicht darauf an die neuste Technik an Board zu haben, sondern vielmehr sein Bild auf dem Monitor richtig zu interpretieren und zu handeln.

Wenn ich mich allein oder mit Kumpel Christian aufs Boot begebe plane ich bereits im Voraus welche Fisch- und Angelart ich ausüben möchte.

Winterliche Idylle vom Boot. Was will man mehr?

Einfach um meine Zeit auf dem Boot so effektiv wie möglich nutzen zu können. Für mich ist nichts ärgerlicher als meine Zeit planlos auf dem Boot zu verangeln.

Wer die Möglichkeit hat mal vom Boot aus angeln zu können dem kann ich es nur empfehlen. Vom Boot aus lernt man die Natur noch einmal von einen anderen Blickwinkel kennen und vor allem auf Talsperren erwartet einen meist ein furioser Anblick. Vor allem im Herbst wenn sich das Laub verfärbt und abends die Sonne am Horizont unter geht bekommt man ein Gefühl von Freiheit. Eine gefundene Abwechslung die aber meines Erachtens nicht immer größere Fische ans Band bringt…

Tight lines

Euer Herminator.

1 Gedanke zu „Bootsangeln – Auf zu neuen Ufern

  1. Schön auf den Punkt gebracht. Bei uns an den großen Seen bist du halt wegen den wenigen Zugängen zum Wasser sehr, sehr eingeschränkt ohne Boot (oder SUP 🙂 ). Erst das Boot erschließt dir die ganze Wasserfläche.

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